Christoph Witt und Dietmar Matzke con Cassini Consulting haben die Bilder im Fernsehen gesehen. Sich für ein Flüchtlingsheim in ihrer direkten Nachbarschaft in München zu engagieren, war für sie keine Frage. Mit der Einrichtung von W-LAN-Hotspots verbesserten sie die Kommunikation der Refugees mit ihren Angehörigen und initiierten einen gemeinsamen Kinoabend.

Christoph und Dietmar, wie kam es zu eurem Engagement für Flüchtlinge?
Christoph: Da waren zum einen natürlich die Nachrichtenbilder. Außerdem wurde in unserer Nachbarschaft ein Flüchtlingsheim eingerichtet. Es kam zu Diskussionen, aber auch der Wille zu direkter Hilfe war da. Also nahmen wir Kontakt zum Heim auf. Dass sich die Frau des Münchner Cassini Partners Sven Hellmann engagierte, war ein weiterer Auslöser.

Wie sah eure Hilfe aus?
Dietmar: Erstmal fragten wir die Heimleitung, was wir tun können. Es stellte sich heraus, dass es dort keine W-LAN-Verbindung gab. Die Flüchtlinge konnten nur schwer Kontakt mit ihrer Familie und ihren Angehörigen aufnehmen, die teils in Kriegsgebieten um ihr nacktes Überleben kämpften. Das wollten wir so schnell es geht verändern.

Was hast ihr dann unternommen?
Dietmar: Ich hab bei Cassini nachgefragt, ob die Bereitschaft da ist, pro bono die Kosten zu übernehmen. Das war sie. Mit anderen Cassinis und tatkräftiger Unterstützung der Heimleitung, von Nachbarn und Freiwilligen, haben wir dann 5 Hotspots angeschafft, Werkzeugkoffer, Bohrmaschine und Leiter gepackt und 900 Meter Kabel verlegt. Cassini hat die Gebühr für den Internetanschluss übernommen.

Und als alles fertig war …
Dietmar: ... hättest du in die Gesichter sehen müssen. Die Leute waren einfach nur glücklich. Noch als wir auf der Leiter standen und das „Go“ gaben, riefen sie „Danke, danke“ und hielten den Daumen hoch. Dann griffen alle ihre Smartphones, riefen ihre Angehörigen an, schickten Bilder und Lebenszeichen. Es gab viele Tränen, auch der Freude. Mir ist das sehr nahegegangen.

Neben den Hotspots habt ihr euch noch was überlegt …
Christoph: Ja, ich wollte den Menschen einen Abend bereiten, an dem sie ein bisschen ihre Sorgen vergessen können und hab mir gedacht: Lass uns einen Film vorführen! Der „Schuh des Manitu“ – deutsche Comedy mit englischen Untertiteln. Denn Lachen verbindet bekanntermaßen. Und so kam das dann auch. Wir haben Audioequipment ausgeliehen, eine Großbildleinwand in die Kantine gestellt, Snacks und Getränke besorgt und uns gemeinsam mit 70 Leuten amüsiert. Es war ein unvergesslicher Abend.

Welche Reaktionen gab es auf euer Engagement?
Christoph: Die Dankbarkeit, die ich erlebt habe, verschafft mir bis heute Gänsehaut. Die Heimleitung meldete sich und sagte mir, dass es nach unserer Aktion mit den Hotspots und dem Kinoabend keine sozialen Konflikte mehr gab.
Dietmar:
Obwohl das, was wir getan haben, im Vergleich nichts Großes war.